SJB-Kader mit sehr guten Leistungen beim Internationalen Glaspalast-Turnier in Sindelfingen
Anna-Lena Brengel vom JC Don Bosco Uchtelfangen gewinnt Bronze

SJB-Kader mit sehr guten Leistungen beim Internationalen Glaspalast-Turnier in Sindelfingen

Vergangenes Wochenende fand zum 20. Mal das große internationale Turnier in Sindelfingen statt. Nicht weniger als 1700 Judoka aus 16 Nationen kämpften um die begehrten Pokale.
Auch der Landeskader des SJB war vertreten und wollte an die guten Erfolge der beiden internationalen Turniere in Luxembourg anknüpfen. An beiden Tagen wurde jeweils um die 12 Stunden auf 8 Matten gekämpft.
 
Am Samstag traten die U11, U15 und U21 an.
 
Bei der U15 hatten sich Emil Guliyev und Maximilian Coassin vom TV Merzig, Max Oesterwind vom JC Oberthal und Artur Kulsha vom JC Saar viel vorgenommen. Komplettiert wurden die vier Kaderathleten durch Marc Kohlmannslehner vom Judo-Kenshi Homburg-Erbach, Josef Militzer vom JC Dudweiler und Leonie Kunz vom PSV Saarbrücken.
 
Josef Militzer ging mit 10% Untergewicht in der Gewichtsklasse -34 kg an den Start und musste sich seinen beiden Gegnern aus der Schweis und den Niederladen geschlagen geben. Ihm blieb neben der Erfahrung dieses großen Turniers der 9. Platz von 13 Teilnehmern.
 
Auch Leonie Kunz musste mit Untergewicht antreten, da sie Übergewicht hatte und folglich in der höheren Klasse -63 kg antreten musste. Es gabe eine Auftaktniederlagegegen die Heubacherin Hyseni, die den 3.Platz belegte, einen Sieg in der Trostrunde und dann die entscheidende Niederlage gegen Drosia Matsiridi aus Potsdam. Somit ergab sich ein ordentlicher 7. Platz von 15 Teilmnehmeern.
 
In der mit 29 Teilnehmern stark besetzten Gewichtsklasse gingen Maximilian Coassin und Marc Kohlmannslehner an den Start. Beide erwischten im ersten Kampf starke Ausländer. Maximilian unterlag dem Holländer Daam Limpens, der am Ende Dritter wurde und Marc musste sich dem Schweizer Rayan El Quadni geschlagen geben, der am Ende Siebter wurde. Da beide Gegner nicht ins Halbfinale kamen, war für die beiden Saarländer schon nach dem ersten Kampf das Turnier beendet.
 
Auch in der Klasse -46 kg gingen zwei Saarländer an den Start. Artur Kulsha und Max Osterwind. Artur gewann seinen ersten Kampf gegen einen Franzosen und musste dann gegen einen Judoka aus dem Bayern-Kader antreten. Da Julian Dietz die Oberhand behielt, aber im nächsten Kampf gegen den späteren Sieger aus der Schweiz verlor, gab es für Artur keine Trostrunde mehr. Max hatte abermals Lospech und musste gleich gegen den späteren Zweitplatzierten Valerij Gorbbatchev aus Esslingen ran. Er konnte sich leider nicht durchsetzen und musste in die Trostrunde. Dort zeigte er drei starke Kämpfe und besiegte zwei Deutsche und einen Schweizer. Im Kampf um Bronze bekam er es mit dem Niederländer Riemer Jelte Buwalda zu tun, der diesmal noch zu stark war. Es blieb ein hervorragender undankbarer 5. Platz.
 
Der letzte im Bunde der U15 war Emil Guliyev, der -66 kg startete. In dieser Gewichtsklasse waren 19 Teilnehmer am Start. Emil besiegte zuerst den Raststätter Popwitsch bevor er gegen den späteren Sieger van der Pas aus den Niederlanden den Kürzeren zog. Davon unbeirrt kämpfte er sich mit zwei weiteren Siegen durch die Trostrunde und stand gegen den Luxembourger Jérémy Valentin im Kampf um Bronze. Der Kampf war ausgeglichen. Durch einen Wurf ging der Luxemburger in Führung, Emil konnte einen Haltegriff rausarbeiten und es fehlten ihm 2 Sekunden bis zum Sieg. Immerhin war es der Waza-ari-Ausgleich. Der Kampf ging in den Golden-Score (Verlängerung), in dem keiner der beiden Athleten eine weitere Wertung erzielen konnte. Somit waren die Kampfrichter gefragt und mussten eine Entscheidung fällen. Die Kampfrichter entschieden sich mit 2:1 gegen Emil, der somit nach tollen Kämpfen auch nur den 5. Platz belegte.
 
In der U21 trat Anna-Lena Brengel in der mit neun Teilnehmern besetzten Gewichtsklasse +70 kg an. Im ersten Kampf konnte sie durch einen Wurf frühzeitig in Führung gehen. Im Verlaufe des Kampfes baute siue aber stark ab und erhielt zwei Strafen. Seit ihrer Corona-Erkrankung hat sie konditionelle Schwierigkeiten. Kurz vor Schluss wurde sie dann wegen einer Unachtsamkeit am Mattenrand mit der dritten Strafe disqualifiziert und verlor den Kampf unnötig. Im zweiten Kampf war dann leider nichts für Anna-Lena zu holen. Da im Schwergewicht nur 3 Athletinnen anwesend waren, konnte sie sich dennoch über die Bronzemedaille freuen.
 
Am Sonntag machte den Anfang dann Marvin Märker vom JC Dudwiler, der in der Klasse U13 -40 kg gegen seine beiden Gegner kein Rezept finden konnte und beide Kämpfe verlor.
 
In der U18 -52 kg war diesmal für Diana Mammone vom PSV Saarbrücken nichts zu. Sie verlor ihren ersten Kampf gegen die Holländerin Sterre Leppers und qulifizierte sich nicht für die Trostrunde.
 
In der Gewichtsklasse -57 kg gingen mit Annika Diener vom JJC St. Ingbert und Paula Bartone vom Judo Kenshi Homburg-Erbach zwei Saarländerinnen an den Start, um sich mit ihrem 41 Gegnerinnen zu messen. Annika knüpfte an ihre hervorragenden Leistungen der letzten Turniere an und besiegte in der Haptrunde zuerst die Luxemburgerin Chloé Schillings und dann die Aschaffenburgerin Thea Schubert. Im Viertelfinale war Hannah Bölcskei aus Karlsruhe noch zu stark. Sie wurde am Ende Dritte. Annika musste in die Tropstrunde und konnte leider ihren nächsten Kampf gegen die Niederländerin Lea Offenburg nicht gewinnen. Annika musste sich nach sehr guten Kämpfen mit dem 9. Platz zufrieden geben. Paula gewann Auftaktmatch nach starkem Kampf gegen die Luxemburgerin Cheryl Weyland und verlor dann gegen Lieke Wildschut. Paula war nicht für die Trostrunde qualifiziert, da Lieke ihren nächsten Kampf verlor.
 
Tobias Bächle vom JC Don Bosco Uchtelfangen hatte sein Gewicht nicht und wurde in seinem ersten und letzten Kampf vom späteren Sieger Nikita Kviatkoskyi aus der Schweiz unsanft in die Matte gehämmert. Tobias verletzte sich und konnte nicht mehr in der Trostrunde antreten.
 
Max Weinand vom TV Merzig stellte sich seinen 32 Gegnern in der Gewichtsklasse -55 kg. Max musste sich trotz starker Gegenwehr dem späteren Dritten Nils Njike Mbiafu aus Frankreich geschlagen geben. Auch in der Trostrunde konnte er sich nihct gegen den starken Niederländer Sam Verstraeten durchsetzen.
 
Nils Klein vom Judo Kenshi Homburg-Erbach trat in der Klasse -66 kg an. In dieser Klasse waren insgesamt 55 Teilnehmer am Start. Nils begann stark und besiegte zuerst den Sindelfinger Anton Zein, dann Albert Hamidov von Wiesbaden bevor er im Achtelfinale auf den Franzosen Leo Carrara traf. Dieser Kampf sollte ein wahrer Krimi werden. Nils sah schon wie der Sieger aus als der Hauptkampfrichter bei einer Konteraktion Ippon für erklärte. Leider haben die beiden Außenrichter die Wertung zurück genommen.  In einem ständig wechselnden Schlagabtausch konnte keiner der beiden eine Führung erzielen. Im Golden-Score wurden dann drei Strafen verteilt, eine für Nils und zwei für den Franzosen. Nils baute konditionell stark ab und hatte Schwirigkeit sich auf den Beinen zu halten. Der Franzose verließ ohne Aktion die Matte. Eigentlich eine klare Sache für die Kampfrichter. Sie wurden sich jedoch nicht einig und waren mit 2:1 für die Disqulifikation des Franzosen. Da sie sich nicht einigen konnten ging der Kampf weiter. Nach insgesamt 10 Minuten effektiver Kampfzeit konnte der Franzose NIls werfen und Nils musste in die Trostrunde. Dort konnt er keinen weiteren Kampf mehr gewinnen. Der Franzose wurde unterm Strich Fünfter und Nils belegt am Ende den 13. Platz. 
 
Anna-Lena Brengel trat auch in der Klasse der Damen +70 kg an. Den ersten Kampf gegen die deutlich schwerere Französin und spätere Siegerin Hayme schenkte sie. In der Trostrunde gewann sie gegen Kampers und stand im Kampf um Bronze. Ihre Gegnerin führte mit Waza-ari, hatte aber auch schon zwei Strafen. Ihre Gegnerin verließ abermals die Matte un hätte eigentlich mit der dritten Strafe disqualifiziert werden müssen. Die Strafe bekam aber Anna-Lena und es blieb ihr somit nur der 5. Platz. 
 
Alles in Allem können die Saarländer mit ihren gezeigten Leistungen zufrieden sein. Es gibt aber auch noch einiges zu tun, um bei solch starken Turnieren einen begehrten Platz auf dem Treppchen zu erzielen.